transDr. Max Hubmann

 

Geschäftsführung Arbeitsmedizin
Dr. Max Hubmann
Eva Hubmann
Paul Hubmann

Tel.: 09131/97 79 58-0
arbeitsmedizin@carl-korth-institut.de

 

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Bernd Wenning
(Fachbereichsleiter)

Dr. Max Hubmann
(Geschäftsführer Arbeitssicherheit)

Tel.: 09131/89 75-23
sicherheitstechnik@carl-korth-institut.de

Das Carl-Korth-Institut

Die Idee Carl Korths, in der Medizinischen Poliklinik von morgen all jene Institutionen versammelt zu wissen, die sich vornehmlich auch um den gesunden Menschen kümmern, vor allem dort, wo er besonderen Belastungen ausgesetzt ist — am Arbeitsplatz, bei Sport, aber auch in der Freizeit — oder wo dessen Gesundheit durch Verminderung der Anpassungsfähigkeit des Organismus in besonderer Weise gefährdet ist — letzteres trifft vor allem auf den alternden Organismus zu — blieb eine Vision.

Nach der Emeritierung von Carl Korth im Jahre 1972 verließ auch sein langjähriger Oberarzt, Professor Dr. Josef Schmidt, Erlangen. Er folgte einem Ruf auf den Lehrstuhl für Sportmedizin in Münster. Der Absicht Schmidts, in Münster poliklinische Medizin zu betreiben, wurde durch seinen plötzlichen, allzu frühen Tod rasch ein Ende gesetzt. Was blieb war die Idee und eine bescheidene Abteilung für präklinische Geriatrie, die noch aus der Korthschen Zeit als Abteilung der Medizinischen Poliklinik im Wohnstift Rathsberg installiert war.
Die Abteilung für präklinische Geriatrie im Wohnstift Rathsberg wurde schließlich zum Ausgangspunkt für das Carl-Korth-lnstitut. Hier wurde die Idee geboren, an der Medizinischen Klinik des Waldkrankenhauses St. Marien in Erlangen sowie am Fachkrankenhaus für Innere Medizin in Ebermannstadt (jetzt „Klinik Fränkische Schweiz“) Forschungsschwerpunkte einzurichten, die das Anliegen Korths weitertragen sollten. Dass sich die Arbeit besonders auf dem Gebiet der Kardiologie und Angiologie bewegte, ist verständlich angesichts der Tatsache, dass Korth einer der letzten klinischen Kardiologen alter Schule war und seinen Schülern verständlicherweise kardiologische Methoden besonders vertraut waren.

Die Entwicklung des Instituts


Anlässlich des 75. Geburtstags von Professor Dr. Carl Korth, ehemaliger Direktor der Medizinischen Universitätspoliklinik Erlangen, wurden die kardiologischen und angiologischen Forschungseinrichtungen des Waldkrankenhauses Erlangen, des Fachkrankenhauses für Innere Medizin Ebermannstadt und des Instituts für präklinische Geriatrie im Wohnstiff Rathsberg, Erlangen, zum Carl-Korth-lnstitut für Herz-Kreislauferkrankungen mit Sitz in Erlangen zusammengefasst. Mit diesem Schritt sollen die Verdienste von Carl Korth um die poliklinische Medizin gewürdigt werden.

So der Auszug aus einer Glückwunshadresse, die Professor Dr. Erich Lang zusammen mit Dr. Otto-Eberhard Durst und Dr. Max Hubmann am Geburtstagsmorgen (24.01.1978) dem Jubilar überreicht. Korth lächelte, wie er es immer tat, wenn er Uberraschung verbergen wollte. „Und was soll das?“, unterbrach er die Stille des feierlichen Augenblicks, der — wie jeder der ihn kannte, weiß — für ihn etwas zwanghaftes war. Nachdem die Gratulanten ihn darüber informiert hatten, was geplant war, was es mit dem Zusammenschluß der drei Institutionen für eine Bewandtnis hatte, meinte er ernst: „Sie haben sich aber viel vorgenommen!“  — nicht ohne sogleich in eine Diskussion über poliklinische Medizin und die Poliklinik für morgen einzutreten. Er wollte wissen, ob wir sein Konzept auch dort verstanden hatten, wo er in seiner Publikation über die „Medizinische Universitätspoliklinik gestern und morgen“ etwas verklausuliert formulieren mußte — aus taktischen Gründen, wie er meinte. „Informieren Sie mich über alles!“, so verabschiedete er etwas nachdenklich das Gratulationskorps.

Ein gutes Jahr später, am 6. Juli 1979, versammelten sich die Herren Dr. Otto Eberhard Durst, Günter Brütting, Huber Wilhelm Fleige, Dr. Max Josef Hubmann, Paul Hubmann, Prof. Dr. Erich Lang und Dr. Willi Spitzer, um das Carl-Korth-lnstitut e.V. als Träger der zusammengeschIossenen Einrichtungen zu gründen. Am 29.10.1979 wurde der Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Erlangen eingetragen.
Noch im gleichen Jahr wurde ein Kuratorium des Instituts ins Leben gerufen, das in seiner Gründungsversammlung, bei der Carl Korth anwesend war und mehrmals das Wort ergriff, den Präsidenten des Bundesamtes für Arbeit, Herrn Dr. Josef Stingl, zu seinem ersten Vorsitzenden und Herrn Dipl. Ing. Dreyer zu seinem zweiten Vorsitzenden wählte. In den ursprünglichen wissenschaftlichen Beirat des Instituts wurden vorwiegend Hochschullehrer der Universität Erlangen/Nürnberg berufen.
Die Arbeit des Instituts fand bis zum Jahre 1984 ausschließlich in den beiden Kliniken sowie im Wohnstift Rathsberg statt. Die freundliche Unterstützung durch Schwester Oberin Gamelberta, Klinikleiterin des Waldkrankenhauses St. Marien, durch Herrn Landrat Ammon als Vertreter des Landkreises Forchheim, Träger der "Klinik Fränkische Schweiz", und Herrn Dr. Herbert Guhr, Vorsitzender des Wohnstiftes Rathsberg, haben dabei die wissenschaftliche Begleitforschung im Sinne CarI Korths von Anfang an zu fördern vermocht.
Es entwickelten sich dort Arbeitsschwerpunkte auf dem Gebiet der Kardiologie, der Angiologie und der präklinischen Geriatrie, wobei von Anfang an der an der „Gesundheitsmedizin“ orientierte Aspekt der Korthschen Idee im Vordergrund stand. So gab es von Anfang an an den Kliniken internistische Übungsgruppen, die gesundheitsorientiert die Brücke zurück zum Arbeitsplatz schlagen halfen, aber auch Bewegungsgruppen im Wohnstift Rathsberg, die Aktivierung und Mobilisierung der Stiftsbewohner, aber auch die Förderung sozialer Kontakte als wichtiges Ziel der Arbeit im Wohnstift Rathsberg sahen. Praktische Informationsmedizin war immer dabei; beim Patientenunterricht im Waldkrankenhaus Erlangen und im Fachkrankhaus Ebermannstadt, aber auch in den Gesprächen, lnformationsveranstaltungen und Beratungen für und mit den älteren Menschen im Wohnstift Rathsberg.

Im Jahre 1982 konnte schließlich durch eine vertragliche Vereinbarung mit der Hamburg-Mannheimer-Stiftung für Informationsmedizin die Abteilung für lnformationsmedizin am Institut installiert werden. Herr Dr. Herbert Guhr, der auch in der Folgezeit die Arbeit des Instituts wohlwollend unterstützte, stellte für die neue Arbeitsgruppe zusätzliche Räume im Wohnstift Rathsberg zur Verfügung.
Immer mehr — vor allem auch durch die schnelle Entwicklung des Bereichs Betriebsmedizin — zeigte es sich jedoch, dass es notwendig wurde, wesentliche zentrale Funktionen wie Verwaltung, Bibliothek, wissenschaftliche Dokumentation sowie zentrale Laboratorien für die verschiedenen Arbeitsgruppen zusammenzufassen. So wurde nach einem Gebäude gesucht, das möglichst nahe am Waldkrankenhaus und Wohnstift Rathsberg lag, um so die ursprüngliche Idee, Forschung dort zu betreiben, wo Patienten waren und Untersuchungsmethoden sowie Laboratorien mitverwendet werden konnten, auch weiterhin zu verfolgen.
Im Jahre 1984 konnte schließlich ein Haus gefunden werden, das geeignet erschien, die zentralen Einrichtungen des Instituts aufzunehmen. Es liegt in der Rathsberger Straße 10, also nur wenige hundert Meter vom Waldkrankenhaus St. Marien entfernt. Dort wurden zunächst im 1. Obergeschoss Räume für die Verwaltung, die Dokumentation, die Bibliothek, die Abteilung für Informationsmedizin und ein zentraler Raum für die Betriebsmedizin eingerichtet. Ein gutes Jahr später — nach Freiwerden der Wohnung im Erdgeschoss — kamen die Laboratorien für Kardiologie und Angiologie sowie für die medizinische Interventionsgerontologie dazu. Ein weiterer Raum wurde als Seminarraum für den Patientenunterricht sowie für Veranstaltungen im Rahmen des Vorlesungsbetriebs vorbereitet. Weitere Räumlichkeiten für den späteren Ausbau des Instituts sind im Untergeschoss sowie im 2. Obergeschoss vorhanden.

Seit der Institutsgründung vor ca. zehn Jahren sind eine ganze Reihe von Forschungsprojekten und Studien durchgeführt worden, sowie Publikationen auf dem Gebiet der Kardiologie, der AngioIogie, der Medizinischen Interventionsgerontologie, der Arbeitsmedizin und insbesondere der lnformationsmedizin entstanden. Es wurden Symposien und Kongresse veranstaltet und viele Aktivitäten in Gang gebracht, die sich im Sinne Korths auch direkt an den Patienten oder den Gesunden wandten, entsprechend dem Leitgedanken, aktiv auf den Gesunden zuzugehen.